Anfrage zum ÖPNV in Google Maps

Die Begründung unserer Anfrage:

Viele Menschen sind es gewohnt über Google Maps ihre Routen per ÖPNV planen zu können. Leider ist dies in Vorpommern-Rügen in 2026 nicht möglich. Wer den Bus nehmen möchte, muss die offizielle Seite des regionalen Anbieters kennen.
Die Nutzung des ÖPNVs würde zunehmen, wenn Barrieren minimiert würden. Das würde insgesamt der Attraktivität der Region für Einheimische und Gäste zugutekommen und den Individualverkehr in der Urlaubszeit reduzieren.

Es gab hierzu bereits im März 2025 einen Antrag. Das Thema wurde anschließend im Mobilitätsausschuss besprochen.

  1. Wann wird es möglich sein, das Angebot der kreiseigenen Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mbH (VVR) über Google Maps aufzusuchen?

    Einen genauen Zeitpunkt können wir hier leider noch nicht nennen. Die Fahrplandaten der VVR wurden bereits geprüft und so aufbereitet, dass sie grundsätzlich bei Google Maps angezeigt werden könnten. Bevor sie aber tatsächlich freigeschaltet werden können, muss noch ein aufwendiges technisches Verfahren mit Google durchlaufen werden, bei dem sich unsere
    Systeme gegenüber Google „ausweisen“ bzw. anmelden müssen.
    Bis es soweit ist, können die Fahrpläne der VVR bereits jetzt über andere Auskunftsdienste abgerufen werden – zum Beispiel über den DB Navigator, den VVR Surfer oder die App „MV fährt gut“ der VMV. Diese Systeme werden regelmäßig aktualisiert und zeigen auch Baustellen und Umleitungen an.
  2. Was sind die Gründe dafür, dass die Synchronisierung mit Google Maps nach wie vor nicht funktioniert?

    Es gibt zwei Hauptgründe dafür, von denen beide bereits einen erheblichen Aufwand darstellen:
    Zum einen ist – wie unter Punkt 1 erläutert – der technische Prozess mit Google selbst sehr aufwendig. Es reicht nicht aus, die Fahrplandaten einmalig bereitzustellen: Sie müssen zunächst in ein bestimmtes Format gebracht und geprüft (validiert) werden, damit Google sie überhaupt korrekt verarbeiten kann. Anschließend ist ein mehrstufiges Authentifizierungsverfahren erforderlich, bei dem sich die Systeme der VVR technisch gegenüber Google anmelden und verifizieren müssen. Dieses Verfahren wird von Google vorgegeben, ist entsprechend komplex und lässt sich nicht kurzfristig oder „nebenbei“ abschließen.
    Aufgrund akuter, nicht aufschiebbarer Themen war und ist die Fahr- und Angebotsplanung stark ausgelastet gewesen. Hier ist vor allem die hohe Zahl an Baumaßnahmen im Straßennetz zu nennen, die kurzfristige Anpassungen der Fahrpläne, Umleitungen und Ersatzverkehre erforderlich machen. Diese Aufgaben haben unmittelbare Auswirkungen auf den laufenden Fahrbetrieb und mussten daher vorrangig bearbeitet werden.
    Beide Faktoren zusammen – der hohe technische Aufwand auf Seiten des Google-Verfahrens und die parallele Belastung auf Grund dringender Planungsthemen – haben dazu geführt, dass der Prozess bislang nicht abgeschlossen werden konnte.
  1. Wie verlief die Testphase der Linien 29 und 210, die laut Herrn Sehl im Mobilitätsausschuss vom 10. Juni 2025 im Sommer 2025 in Google Maps getestet werden sollte?
    Welche Schlussfolgerungen hat man aus der Testphase gezogen?


    Ein Test war bislang noch nicht möglich. Der Grund: Auch für einen Testbetrieb müssten dieselben Schritte durchlaufen werden wie für den späteren echten Betrieb – einschließlich des beschriebenen Authentifizierungsverfahrens bei Google. Da dieses Verfahren noch nicht abgeschlossen ist, konnte auch kein Test stattfinden. Entsprechend liegen noch keine Testergebnisse oder Erkenntnisse vor.
  2. Mit welchen Kosten ist die Integration der Fahrpläne in Google Maps verbunden?

    Es ist mit höheren Personalkosten zu rechnen, da die Umsetzung zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeutet. Hinzu kommen Kosten für Software-Lizenzen und technische Schnittstellen. Von Google selbst werden nach aktuellem Stand keine Gebühren für die Übernahme der Daten erhoben.

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