Besuch des Kreisschülerrates

Am 18. Februar 2026 besuchte uns der Kreisschülerrat des Landkreises Vorpommern-Rügen in unserem Büro in Stralsund. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die strukturelle Einbindung junger Menschen in politische Entscheidungsprozesse sowie konkrete Forderungen der Schülervertretung zur Verbesserung der schulischen Rahmenbedingungen.

Der Kreisschülerrat, der gemäß Schulgesetz Mecklenburg-Vorpommern als gesetzlich verankertes Gremium bei jugendrelevanten Themen angehört werden muss, nutzte das Treffen, um auf bestehende Defizite in der Zusammenarbeit mit dem Kreistag hinzuweisen. „In der Vergangenheit lief es nicht immer optimal mit der Anhörung der Jugend“, betonten die Vertreter*innen. „Wir wollen, dass unsere Perspektive gehört wird.“ Der Kreisschülerrat setzt sich aus gewählten Schülervertreterinnen zusammen, die für zwei Jahre amtieren und für Gremiensitzungen sogar von der Schule freigestellt werden können.

Vergütet werden sie für ihre Arbeit jedoch nicht, auch nicht für ihre Fahrten durch den Landkreis, um sich bspw. zu treffen. Das ist eine der Forderungen, die der Kreisschülerrat vergangene Woche formuliert hat – die fehlende finanzielle Ausstattung des Kreisschülerrates im Haushalt des Landkreises. Weitere Wünsche des Gremiums waren die Einführung eines vergünstigten Deutschlandtickets für Schüler*innen, die Unterstützung und die Bereitstellung von Mitteln für Projekte in den Schulen gegen Extremismus, die Digitalisierung in den Schulen, die oft ganz unterschiedliche Standards aufweisen und wo es viele Diskrepanzen zwischen Ausstattung, Kompetenzen und Kompatibilität gibt. Vor allem wünschen sie sich aber auch einfach einen regelmäßigen Austausch mit den Fraktionen des Kreistages.

„Die Schüler*innen haben klar gemacht, dass sie nicht nur gehört, sondern auch ernst genommen werden wollen“, erklärte Anett Kindler, stellv. Fraktionsvorsitzende. „Ihre Forderungen sind konkret und umsetzbar – etwa ein regelmäßiger Austausch im Kreistag oder die finanzielle Unterstützung ihrer Arbeit. Hier muss der Landkreis Verantwortung übernehmen. Wir werden die Themen in die entsprechenden Ausschüsse einbringen und uns einsetzen.“

Damit das Gespräch nicht wieder abreißt, haben wir einen Termin in 3 Monaten vereinbart. Dann sind die aktuellen Amtsinhaber*innen zum Teil kurz vor dem Abitur. Danach werden die Plätze wieder neu besetzt. Der aktuelle Kreisschülerrat hat sich daher vorgenommen, Strukturen zu etablieren, die trotz der regelmäßigen Neubesetzung der Posten einen kontinuierlicheren Ablauf ermöglicht als zuletzt.

Chapeau für diese jungen Politiker*innen und ihr Engagement!!

Ihr wollt auf dem Laufenden bleiben, was der Kreisschülerrat in Vorpommern-Rügen treibt? Dann folgt ihnen doch gerne auf Instagram (@kreisschuelerrat_vr)!