Das Wehklagen des Landrates zur desolaten Situation der Finanzen im Landkreis Vorpommern-Rügen ist an vielen Stellen berechtigt. Unverständlich bleibt aber, dass die Kreisverwaltung nicht vor der eigenen Tür kehrt und Initiativen entwickelt, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und den überschuldeten Kreishaushalt gleichzeitig entlasten können.
Bereits 2023 hatte die Verwaltung auf Antrag der Grünen Fraktion den Auftrag, die Fördermittel für ein kommunales Energiemanagement zu beantragen. Schon damals war klar, dass dies erhebliche Einsparpotenziale birgt. Der Städtetag hatte errechnet, dass Kommunen bis zu 30% Energiekosten jährlich einsparen können. Für Vorpommern-Rügen hätte dies im vergangenen Jahr Kosten in Höhe von bis zu 900.000 EUR eingespart. 2 Jahre lang schien nichts zu passieren. Wir nahmen das zum Anlass, dieses Thema erneut aufzugreifen. Es wurden Anfragen zum Stand der Förderung und zur im Stellenplan vermerkten, aber unbesetzten Position der Energiemanager*in gestellt.
Noch einmal brachten wir den Antrag in den Kreistag ein, der endlich die Umsetzung des Energiemanagments im Kreisforderte. Und tatsächlich kam
Bewegung in die Sache! Der Förderbescheid lag plötzlich vor. Die Stelle der Energiemanager*in wird nun besetzt.
Das sind tolle Nachrichten und ein Erfolg Grüner Kreispolitik!
Der Kreis bemüht sich damit nicht nur um die Einsparung von Ressourcen, sondern spart damit viel Geld für den Kreishaushalt ein.



